Methoden zur Gebäudebetriebsoptimierung

Energie- und Ressourceneffizienz

© Fraunhofer ISE

Kälteverteiler in einem Laborgebäude.

Die energetische Performance von Gebäuden liegt oft weitab von Planungszielgrößen, aufgrund von Defiziten in der Inbetriebnahme, von Fehlern in der Anlagentechnik oder aufgrund des Nutzereinflusses. In vielen Fällen können Gebäudebetreiber Energieeinsparpotenziale nicht identifizieren, weil sie nicht über geeignete Werkzeuge verfügen, um Daten aus den Gebäudeautomationssystemen ausreichend und effizient analysieren zu können. Das Fraunhofer ISE entwickelt Monitoringsysteme und Datenanalyseverfahren, die den Gebäudebetrieb kontinuierlich analysieren und Fehler im Gebäudebetrieb automatisch erkennen und diagnostizieren. Mit der bereitgestellten Information können Facility- und Energiemanager den Betrieb ihrer Gebäude überwachen, vorausschauend warten und optimieren, bevor große Energiemengen verschwendet werden oder der thermische Komfort beeinträchtigt wird.

Weiterhin entwickelt das Fraunhofer ISE Modelle, die den Energieverbrauch während des laufenden Betriebes von Gebäuden auf Basis von Wettervorhersage- und Nutzerverhaltensmodellen prognostizieren. Die prognostizierten Werte können als Grundlage für modellprädiktive Strategien dienen, z.B. um thermisch aktivierte Bauteile optimal zu be- oder entladen.

Die Demonstration dieser Methoden in realen Gebäuden hat gezeigt, dass Energieeinsparungen im Bereich von 15-25 Prozent erreichbar sind. Das Fraunhofer ISE hat diese Methoden mit akademischen und industriellen Partnern in folgenden Projekten weiterentwickelt: CASCADE (www.cascade-eu.org), OBSERVE (www.ls.haw-hamburg.de/~ob-serve), HIT2GAP (www.hit2gap.eu), TOPAs (www.topas-eeb.eu).