Verbesserung des Brandverhaltens von Kunstleder

Sicherheit

© Fraunhofer WKI

Kleinbrennertest a) einer hybriden PU-Dispersion b) einer kommerziellen PU-Dispersion

Kunstleder wird aufgrund seiner ästhetischen Anmutung in Verbindung mit den guten bis sehr guten Gebrauchseigenschaften wie Reinigung und Widerstandsfähigkeit vorwiegend in öffentlichen Bereichen, z. B. Hotels, Versammlungsstätten, Restaurants, und im Transportwesen, z. B. in Bussen, Bahnen und Flugzeugen, eingesetzt. Die Anwendungen reichen dabei von Fußbodenbelägen bis hin hochwertigen Sitzmöbeln. Kunstleder ist dabei hinsichtlich des Brandverhaltens aufgrund des hohen Polymeranteils problematisch und sieht sich zunehmend in den Kernmärkten erhöhten Brandschutzanforderungen bzw. Wünschen der weiterverarbeitenden Industrie ausgesetzt. Nach dem Stand der Technik ist es aber bislang nicht möglich, mit einem Kunstleder diese verhältnismäßig hohe Anforderung zu erfüllen. Es wurde untersucht, ob sich durch die Einarbeitung von intumeszierenden Zuschlagsmischungen in PU- bzw. PVC Massen das Brandverhalten verbessern lässt.

 

Die Abbildung zeigt den Verlauf des Kleinbrennertests der Rezeptur mit a) einer hybriden PU-Dispersion und b) einer kommerziellen PU-Dispersion. Als Substrat wurde Trägerpapier verwendet. Bei dem hybriden PU-Bindemittel hat sich der Schaum unter dem Flammeneinfluss regelmäßig entwickelt. Bei der Beschichtungsmasse mit der für die Kunstlederherstellung industriell verwendeten PU-Dispersion hat sich zwar eine Schaumschicht gebildet. Diese hat allerdings gebrannt.